Bauer Hansi zur Coronazeit, kann das stattfinden?

Diese Frage haben wir uns im Kindergarten lange gestellt und dann beschlossen, dass unsere acht Vorschulkinder und einige Erzieherinnen in diesem Jahr wenigsten einen Tag bei Bauer Hansi verbringen dürfen und somit nur das Übernachten ausfällt.   

Deshalb sind am vergangenen Freitag alle „Sonnen“ mit Privatautos zu Bauer Hansi gefahren. Das Wetter hat super mitgespielt, denn direkt bei der Ankunft bei Bauer Hansi hat die Sonne die Wolken vertrieben und hat uns bis zum späten Nachmittag einen schönen Tag beschert.

Gleich bei der Ankunft bei Bauer Hansi haben wir eine Kleinigkeit gegessen und dann gab es eine Strohschlacht, die nicht nur großen Spaß machte, sondern sehr wichtig ist, damit wir nach Stroh riechen und wir so für die Tiere nicht mehr so fremd sind.

Zusammen mit Bauer Hansi haben wir dann zuerst die Ziegen begrüßt. Bauer Hansi holte eine Ziege aus dem Gehege und zeigte uns zuerst einmal, dass die Ziegen an ihrem Oberkiefer gar keine Zähne hat und sie somit auch nicht richtig festzubeißen kann, also trauten sich alle Kinder die Ziegen mit Weizenkörner zu füttern. Dann sollten alle Kinder eine Ziege führen. Diese Aufgabe hört sich einfacher an als es ist. Denn eine Ziege hat ihren eigenen Dickkopf und möchte nicht immer das machen, was man von ihr möchte – ähnlich wie es bei manchen Kindern ist, sagte Bauer Hansi. Also zogen wir los, jedes Kind eine Ziege an der Leine in Richtung Wiese zum frischen grünen Gras, vorbei an Blättern und Blumen, die die Ziegen aber nicht fressen sollten. Es war unglaublich schwer und alle Kinder mussten den Ziegen immer wieder deutlich zeigen wo es lang ging.

Nach dem „Ziegenspaziergang“ haben wir die Ziegen wieder zurück ins Gehege gebracht und sind zu den Schweinen gegangen, denn diese sollte dringend geputzt werden. Leichter gesagt als getan! Denn die Schweinchen wollten eigentlich gar nicht geputzt werden! Und so war die „Putzerei“ mit frischem Wasser und Bürsten für die Schweine und für uns eine wirklich nasse Angelegenheit. Auch die Tatsache, dass die Schweine danach wieder in den Stall zurück sollten war den Tieren nicht so klar und deshalb mussten wir den Schweinen ganz deutlich die Richtung zeigen und sie zurück in den Stall „schieben“.

Danach hatte wir großen Hunger und haben zum Mittagessen im Tipi ein Feuer gemacht damit wir alle unsere eigene Wurst grillen konnten. Das hat lecker geschmeckt.

Gut gestärkt ging es zum Futter herrichten für die Hirsche. Zusammen mit Bauer Hansi fuhren wir dann im Planwagen in den Wald. Unglaublich, Bauer Hansi fand mit seinem Traktor jedes Schlagloch auf dem Weg und schüttelte uns so richtig durch. Manch ein Kind meinte sogar, dass Bauer Hansi wohl den Führerschein nochmal machen sollte.

Das Damwild hat den Traktor sofort gehört und ist zum Zaun gekommen. So konnten wir alle Damhirsche gut sehen und sie füttern. Begleitet wurden wir die ganze Zeit von „Bela“ und „Kalli“, die beiden Hunde von Bauer Hansi.

Zurück auf dem Bauernhof warteten das Pony und der Esel auf uns. Beide haben wir, zusammen mit Bauer Hansi von der Weide geholt und sie zuerst einmal gründlich gebürstet und gestriegelt. Danach wurden beide besattelt und dann konnte wir sowohl auf dem Esel als auch auf dem Pony reiten. Das hat allen großen Spaß gemacht.

Danach konnten alle Kinder noch Fahrzeuge auf dem Bauernhof fahren und zusammen die Häschen füttern.

Sehr schnell ging der Nachmittag auf dem „Schwillehof“ zu Ende und die Eltern (leider in diesem Jahr nur ein Elternteil pro Kind) kamen zum Abholen.

Dabei im Gepäck hatten diese allerdings noch ein super tolles Geschenk, dass die „Sonnen“ und ihre Eltern für uns Erzieherinnen zum Abschied gebastelt hatten. Gemeinsam haben die Kinder ein „Abschiedslied“ für uns gesungen und uns das Geschenk übergeben.

An dieser Stelle nochmal ein ganz herzliches Dankeschön an die Vorschuleltern für diese Erinnerung, die noch lange Zeit im Kindergarten stehen wird und uns an die diesjährigen „Sonnen“ erinnert.

Es war ein wundervoller Tag bei Bauer Hansi, den wir alle richtig genießen konnten. Es gibt wie immer nur eines zu sage: Danke Bauer Hansi!