Bauer Hansi - Juli 2019

Bauer Hansi! Endlich wurde dieser Traum, den die meisten unserer Vorschul-Kinder drei Jahre lang geträumt hatten, Wirklichkeit.

Mit großem Gepäck trafen sich alle unsere Sonnen-Kinder am Donnerstag im Kindergarten. Meterhoch stapelten sich da Taschen, Kindersitze, Schlafsäcke und Isomatten. Das alles in die Autos zu verstauen war schon mal die erste Herausforderung dieses Ausfluges! Als dann zu dem Gepäck auch noch alle Kinder und Erzieherinnen in den Autos verteilt waren, konnte es endlich losgehen!

Auf der Autofahrt wurde die Spannung natürlich immer größer – wie er wohl aussieht der Bauer Hansi? Wie wohl der Bauernhof aussieht? Was es wohl für Tiere gibt? Gibt es Pferde? Gibt es Hunde? Wo werden wir schlafen?

Und dann waren wir da und auf einmal stand er vor uns: Bauer Hansi!

Nach einer kleinen Kennenlern-Runde über den Hof gab es dann aber erst mal ein Mittagessen im Indianer-Tipi. Schließlich mussten wir uns stärken für all das, was noch vor uns stand.

Frisch gestärkt gab es dann zunächst eine große Stroh-Schlacht in unserem Schlafzimmer. Im Schlafzimmer? Ja wirklich. Nach der Strohschlacht hat uns Bauer Hansi nämlich verraten wo wir schlafen werden – nämlich genau hier. In dem Stroh, das wir gerade verwüstet hatten. Aber diese Stroh-Schlacht war nicht nur zum Spaß, wie uns Bauer Hansi dann erklärt hat. Jetzt rochen wir nämlich richtig schön nach Bauernhof und waren so für die Tiere auch nicht mehr so fremd. Also ging es für uns direkt ins Gehege von den Ziegen, um diese zu führen. Diese Aufgabe hört sich aber einfacher an als es ist. Denn eine Ziege hat ihren eigenen Dickkopf und möchte nicht immer das machen, was man von ihr möchte – ähnlich wie es bei manchen Kindern ist, sagte Bauer Hansi. Zur Krönung des Ganzen gab es dann noch Schafs-Rodeo! Jeder durfte einmal auf dem Schaf reiten – aber festhalten durfte man sich nur mit einer Hand. Das war ganz schön kniffelig, aber alle Kinder waren total mutig und haben sich das getraut!

Zur „Entspannung“ nach diesem Kraftakt ging es dann ans Schweineputzen. Leichter gesagt als getan! Denn die Schweinchen wollten eigentlich gar nicht geputzt werden! Und noch weniger wollten sie danach wieder in ihren Stall zurück!
Nach einer Runde Fahrzeugfahren auf dem großen Hofgelände, hatten wir das Glück noch ein richtiges Highlight mitzuerleben – die Schafe wurden geschoren! Das war etwas Tolles zu sehen wie aus einem dicken Wollknäuel wirklich ein Schaf wurde!
Zum Abschluss des Nachmittags durften wir dann Bauer Hansis berühmt-berüchtigte Planwagenfahrt der etwas anderen Art mitmachen. Wir wurden ordentlich durchgeschüttelt, denn irgendwie hat Bauer Hansi einen ganz eigenen Fahrstil… Am Freigehege angekommen hatten wir das Glück elf kleine Damhirsche zu sehen, die mit ihren Müttern ganz nah zum Zaun kamen, über den wir sie fütterten.
Bevor es dann für uns zum Abendessen ging, mussten natürlich erst einmal alle Tiere auf dem Hof versorgt und gefüttert werden. Da hatten sich die Kinder ihre selbst gegrillte Wurst im Tipi aber wirklich verdient!
Die Zeit verging und es wurde bald Zeit in unsere gemütlichen Betten zu kriechen, uns einzukuscheln und von diesem aufregenden tag zu träumen.
Am nächsten Morgen wurde erst einmal ausgiebig gefrühstückt, bevor es ans Pony reiten ging. Aber natürlich kommt so ein Pony auch nicht reitbereit ums Eck. Das Pony musste von der Weide geholt, geputzt, gestriegelt und gesattelt werden, dabei konnten alle Kinder helfen.
Zum Abkühlen ging es für uns dann eine Runde in den kleinen Bach. Der war zwar frisch, aber da gab es einiges zu entdecken! Ganz mutig haben die Kinder sich ihren Weg durch das Dickicht geschlagen und geheime Pfade entdeckt!

Nach dem Mittagessen war es dann auch schon wieder Zeit unsere Sachen zu packen, denn schon waren die Eltern da, um die Kinder abzuholen.
Viel zu schnell gingen die zwei Tage auf dem Schwillehof in Pfullingen zu Ende. „Ich könnte hier noch eine ganze Woche bleiben!“, sagte eines unsrer Mädchen. Wie jedes Jahr war „Bauer Hansi“ ein unvergessliches Erlebnis für unsere Vorschulkinder. Jeder für sich wurde in den zwei Tagen noch ein Stückchen größer und ein bisschen mutiger. Zum Abschluss verabschiedete sich sogar der Junger, der am Anfang vor lauter Angst vor dem großen Hund gar nicht aus dem Auto steigen wollte, von genau diesem Hund mit Kuscheleinheiten und wollte gar nicht mehr gehen. So ist es eben bei Bauer Hansi – man lernt die Tiere ganz genau kennen, genauso wie alles andere auf dem Bauernhof.
DANKE BAUER HANSI!