Verkehrsnachmittag - 12.04.2018

Warnweste an, Helm auf, auf die Bobbycars und los geht’s. Im Kindergarten „Unter dem Regenbogen“ in Steinenbronn ist Verkehrssicherheitstag. Und wenn es um die Verkehrssicherheit geht, dann ist der Kindergarten Spitze, da ist sich Bürgermeister Johann Singer vollkommen sicher. Kindergartenleiterin Iris Gfrörer und ihr Team leisteten eine Spitzenarbeit, sagt der Bürgermeister. Und dabei kommt die Verkehrssicherheitsaktion der Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart, die zusammen mit dem örtlichen „Autoreparatur Service Müller“ und der Landesverkehrswacht Bobbycars, Verkehrsschilder und einen ganzen Spielenachmittag für die 45 Kinder auffährt, gerade recht. Vor allem, dass die ganze Ausstattung im Kindergarten bleibt, freut Iris Gfrörer. Denn sie weiß, was sie daran hat. 2015 waren Bernhard Schäufele und sein Team schon mal da: „Das ist wirklich eine sinnvolle Ausstattung, die uns die Arbeit leichter macht.“ Und den Kindern, die in leuchtend gelbgrüner Warnausstattung umher wuseln, sichtlich Spaß.

Bernhard Schäufele, Sonderbeauftragter der Kraftfahrzeuginnung für das Verkehrssicherheitsprojekt für Kindergärten, ist gerne wieder nach Steinenbronn gekommen. Marcel Müller, Inhaber des Kfz-Meisterbetriebs „Autoreparatur Service Müller“ hat gerne ein Bobbycar aus der letzten Aktion wieder fit gemacht und fünf neue zusätzlich bereitgestellt. Denn erstens ist der Ansatz der Aktion die Nachhaltigkeit, sprich die Kindergärten sollen dauerhaft unterstützt werden. Zweitens ist es klar, dass dazu gehört, die Ausstattung, die der Kindergarten in Form von Warnwesten und -mützen, kleinen Ampeln, Verkehrsschildern und wie gesagt den Bobbycars nicht ewig hält. Und drittens, sagt Bernhard Schäufele, „wollen wir auch gute Arbeit in den Kindergärten belohnen.“ So etwa 15 besucht er im Rahmen der Aktion pro Jahr „und was die Kinder hier können, ist wirklich im Vergleich Spitze.“

Will sagen, Iris Gfrörer und ihr Team nutzen das Material optimal, um den Kindern das Wissen um die Regeln im Straßenverkehr spielerisch beizubringen. Marcel Müller und dessen Frau Justine wissen das aus erster Hand dank Sohn Lou, der unterm Regenbogen die ersten Regeln der Verkehrssicherheit gelernt hat. Billy Fraser, der Vorsitzende des Kirchengemeinderates, ist in der Turnhalle der Grundschule auf den ersten Blick fasziniert, wie das Konzept funktioniert: Wo Platz ist, ist ein Verkehrsübungsgelände ruckzuck markiert, alle lernen beim Spielen nicht nur Regeln, sondern auch deren Sinn. Und die Bobbycars sind das Herzstück, denn die Kinder auf den Bobbycars sehen Verkehr zum ersten Mal aus der Perspektive des Autofahrers, wenn sie auf den Zebrastreifen zusteuern, an dem andere Kinder warten.

Erfahrung, im Sinne des Wortes also. Gilt auch für Bernd, den Bär und das Ei im Helm, mit denen Erich Klett von der Landesverkehrswacht demonstrierte, warum Gurt und Helm sinnvoll sind. Bernd ist das niedlich-abschreckende Beispiel im Team: Er saust im Gurtschlitten mal mit Gurt mal ohne zum abrupten Stopp. Ohne Gurt macht er einen Salto und knallt mit dem Kopf auf den Boden. Kurzes Kindergelächter, langes Mitleid, „wenn Ihr das wärt, wärt ihr jetzt verletzt“, bringt’s Erich Klett auf den Punkt. Beim Ei ist’s auch so. Das fällt aus Kinderhand mit Helm auf den Boden und bleibt ganz. Aber dann ohne Helm. Platsch. Marcel Müller hat daraus gleich eine Konsequenz gezogen. Zusätzlich zu den Bobbycars hat er auch noch Sicherheitshelme für die Bobbycarfahrer dabei: „Je selbstverständlicher der Helm für die Kinder von klein auf wird, desto besser.“