Männervesper

Männervesper, das heißt ein zünftiges Abendessen und eine anregende Vortragsveranstaltung.

Im Jahr 2014 haben wir das erste Männervesper im Martin-Luther-Gemeindehaus angeboten. Seither laden wir einmal jährlich immer im Herbst zu einer Veranstaltung ein.

Auch in der Umgebung werden verschiedene Männervesper-Abende angeboten. Eine Landkarte mit Links zu den einzelnen Angeboten finden Sie hier.

Rückblick Männervesper

Bericht vom 4. Männervesper am Freitag, 13. Oktober 2017

Beim diesjährigen Männervesper hatten wir Paul Schobel, den Begründer der katholischen Betriebsseelsorge in Württemberg, zu Gast. Knapp 25 Männer fanden sich im Gemeindehaus ein, und Paul Schobel, den einige von den SWR-Rundfunkandachten schon kannten, erzählte zu Beginn auf lockere Art aus seinem fast 80jährigen Leben. Danach stärkten sich die Männer zunächst mit Wurstsalat, Brot und Getränken. In seinem anschließenden Vortrag umriss Paul Schobel engagiert und prägnant die derzeitige Situation der Erwerbstätigen in unserem Land. Sein Schwerpunkt lag auf der größer werdenden Anzahl von Arbeitsverhältnissen - derzeit 40% -  die jenseits tariflicher Verträge liegen: über Leiharbeit, Werkverträge, Minijobs, befristete Anstellungsverhältnisse und Soloselbständigkeit versuchen diese Menschen mehr schlecht als recht ihren Lebensunterhalt zu finanzieren. Nicht wenige müssen zu einem 100%-Job noch Zuschüsse in Anspruch nehmen, um wenigstens das Hartz-IV-Niveau zu erreichen. Es gelingt den Betroffenen nur zum Teil, bei allem auch noch für die nötigen Versicherungen inkl. Rentenabsicherung aufzukommen. Die Möglichkeiten, Personen außertariflich anzustellen, mögen – so Schobel – in Zeiten hoher Arbeitslosigkeit in Ordnung gewesen sein, um die Leute von der Straße zu holen. Bei der derzeit guten Konjunktur sei es jedoch an der Zeit, dass diese Personen in tarifliche und unbefristete Arbeitsverhältnisse übernommen werden.

So brauchen wir seiner Meinung nach aktuell eine konzertierte Aktion, um die Politik zu bewegen, die erfolgten Arbeitgeberfreiheiten zu Lasten der Arbeitnehmer wieder zu beschränken. Denn wir müssen – nicht nur aus christlicher Sicht – den Betroffenen die Chance geben, aus prekären Arbeitsverhältnissen wieder in gesicherte aufsteigen zu können.

Einem mit Spannung verfolgten Vortrag folgte eine angeregte Diskussion an den Tischen und im Plenum. Bemerkenswert war, dass Männer verschiedenen Alters und beruflicher Stellung miteinander diskutierten –Selbständige, Angestellte und Männer, die schon Erfahrungen mit Erwerbslosigkeit gesammelt haben. Hintergründe zur Arbeit der Betriebsseelsorge finden sich unter https://betriebsseelsorge.drs.de/ und www.kirchebb.de/angebotedienste/betriebsseelsorge/

 

 

 

Bericht vom 3. Männervesper am 14.10.2016

Wieder ließ sich eine ganze Anzahl an Männern zum dritten Steinenbronner Männervesper ins Martin-Luther-Haus einladen. Zu Beginn gab es ein gutes Vesper vom Hof Allmend: Schwäbischer und Schweizer Wurstsalat, alternativ Käse mit Brot, dazu diverse alkoholische und nichtalkoholische Getränke. Eingeladen war David Andreas Roth, Pastor und Publizist aus Metzingen zum Thema „Lass los und pack zu – Männer mitten im Leben ergreifen ihre Chancen.“ David Roth erläuterte auf unterhaltsame Weise anhand der Mose-Geschichte die Frage, inwiefern man an Weichenstellungen im Leben mehr oder auch weniger aktiv sein kann. Er gab Anregungen dazu, solche Zeiten als Chance zu sehen und mutig Dinge umzusetzen, die als Träume der Jugend vielleicht schon viele Jahre in uns schlummern. Dies nicht einsam sondern gemeinsam, nicht selbstbezogen sondern im Blick auf andere und zusammen mit ihnen.

Im Anschluss an seine Gedanken entspann sich ein Austausch an den Tischgruppen und im Plenum. Nach Ende des offiziellen Teils blieben die meisten Männer noch lange sitzen und es gab anregende Gespräche. Wir freuen uns auf die nächste Männerrunde mit Vesper im kommenden Jahr

(Marc Stippich, 15.10.2016)

Galerie Männervesper 2016

Bericht vom 2. Männervesper am 9. Oktober 2015

Verschiedene Männergruppen stehen zusammen und unterhalten sich angeregt über den zu Ende gegangenen Abend. Gert Huber, in den Jahren 2008-2010 bei drei Auslandseinsätzen für das THW unterwegs, hatte sie mit seinem Vortrag begeistert. Der 56jährige berichtete in Wort und Bild von seinem größten Einsatz bei der Flutkatastrophe 2010 in Pakistan. Es waren spektakuläre Aufnahmen dabei – kilometerweit überflutete Felder, die rollende Flutwelle vom Helikopter aus fotografiert, und immer wieder flüchtende Menschenmassen auf dem Weg in sicheres Gelände. Gert Huber war vom THW aus dafür zuständig, die Trinkwasserversorgung für Tausende von Menschen in einem Flüchtlingslager im Südosten Pakistans zu gewährleisten. In seinem 10 Wochen dauernden Einsatz hatte er weniger mit rein logistischen Problemen zu kämpfen als mit kulturellen Verständnisschwierigkeiten und zum Teil mit brisanten Situationen. Da waren Momenten dabei, wo er, wie er sagte, nur noch auf die Hilfe von oben angewiesen war und sie auch erfahren hat.

Bevor Gert Huber mit seinem Vortrag begann, gab es Wurstsalat, Käse, Brot und diverse Getränke, um sich am Ende einer arbeitsreichen Woche zu stärken und miteinander ins Gespräch zu kommen. Einmal im Jahr soll es auch zukünftig ein Steinenbronner Männervesper geben, und Gert Huber wird seinen Vortrag vielleicht irgendwo in der Region vor einem anderen Publikum nochmals wiederholen.

Bericht vom ersten Männervesper am 26. Sept. 2014

Knapp 40 Männer kamen am Freitag, 26.September, zum ersten Steinenbronner Männervesper im Gemeindehaus zusammen. Alle waren gespannt auf den Diavortrag von Werner Bitzer aus Walddorfhäslach zum Thema „Tour d‘ Afrique – 12000 km von Kairo bis Kapstadt“. Friedemann Stolz und Uwe Schwab begrüßten die Gäste und führten ein kurzes Eingangsinterview mit dem Referenten, das Lust auf den Abend machte. Zunächst wurde das Büffet eröffnet – es gab Schwäbischen und Schweizer Wurstsalat, eine Käseplatte und die verschiedensten Getränke. Daran schloss sich der Lichtbildervortrag an, mit dem wir uns auf eine Reise mit ganz unterschiedlichen Streckenabschnitten begaben: geteerte Straßen und Geröllpisten wechselten sich ab, topfebene Abschnitte durch die Sandwüste und Gebirge bis auf Pässe mit knapp 3000 m Höhe. Da er gern auf Leute zugeht, ergaben sich viele Kontakte zu Einheimischen in den acht Ländern, durch die die Tour ging. Viel Unvorhergesehenes passierte: Ein Elefant querte die Straße, ein Affe sprang vom Baum und stahl ihm blitzschnell sein Vesper, immer wieder wurde er von Kindern umringt, die wie aus dem Nichts zu Dutzenden am Straßenrand auftauchten. Er fuhr die Tour in zweimal 10 Wochen und hatte in dieser Zeit nur einmal einen platten Reifen. Dem Diavortrag schloss sich nach einer kurzen Pause eine Rückfragerunde an, und nach dem offiziellen Schluss blieben einige der Männer noch länger sitzen. Am Ende war sich das Vorbereitungsteam einig: Es wird im kommenden Jahr eine Wiederholung geben!