Berichte und Aktionen 2017

Am 2. April 2017 hatten wir einen besonderen Gottesdienst mit dem Startschuss für unsere Geldvermehrungsaktion. Wer sich beteiligen wollte, hatte 20 Euro bekommen und sich überlegt, wie er diese 20 Euro auf kreative Weise vermehren kann. Wir waren gespannt, was da alles entstehen konnte.

Anlass des Projektes war, Mittel für unsere anstehenden Renovierungsarbeiten für Kirche und Gemeindehaus zu bekommen. Aber wir waren auch sehr gespannt, ob die verschiedenen Aktionen Begabungen sichtbar werden lassen und Menschen zusammenführen.

Wir freuen uns, dass im Vergleich zu unserer ersten Geldvermehrungsaktion im Jahr 2011 mehr Personen beteiligt waren und auch bedeutend mehr Geld eingenommen worden ist.

Bei unserem Geldvermehrungsprojekt haben wir 300 Euro in 20 Euroscheinen ausgegeben.

Viele „Geldvermehrer“ starteten ohne einen 20 Euro-Schein ihr Geldvermehrungsprojekt für unsere Baumaßnahmen.

 

Insgesamt sind 5.883 Euro vermehrt worden.

 

Musikalisch waren folgende Höhepunkte:

Konzert unseres ehemaligen FSJler Kevin Beler und Theodora Frey: 1.490 Euro

Aufführung des selbstgeschriebenen Luther-Musicals: 1.874 Euro

Konzert unserer Organisten: am 8.10.: 437 Euro

Konzert von Benedikt Engel am 10.12.: 423,50 Euro

Konzert des Bläserensembles Bernhausen am 3.12.: 389 Euro

 

Der größte Einnahmeposten außerhalb der Musikveranstaltungen war der Goldverkauf des Senioren- und Frauenkreis, der 838 Euro einbrachte.

 

Weitere Projekte, bei denen jeweils ein Erlös unter 300 Euro zustande kam, waren:

a) Dienstleistungen:

Hilfe in handwerklichen Dingen bei Computerproblemen, Fenster reinigen.

 

b) Verkauf von selbstgemachten Martinstalern, selbstgemachter Marmelade, Fotokarten, Grußkarten, DVDs und Kalender vom Luthermusical, Biltong-Trockenfleisch, selbstgemachter Kosmetik, Erlös vom privaten Buchverkauf über´s Internet

 

c) Frau Obst bot einen Themennachmittag an unter der Überschrift „Nachkriegskindheit in Steinenbronn“.

 

Außerhalb des Geldvermehrungsprojektes fand im April ein Galaabend statt, der einen Reinerlös von 2.400 Euro erbrachte. Ebenso wurde bei Café Martins ein Erlös von 340 Euro erzielt. Der Stand beim Weihnachtsmarkt erbrachte einen Gewinn von 400 Euro.

 

Wir danken allen Beteiligten ganz, ganz herzlich für Ihren Einsatz. Wir freuen uns, dass so ein weiterer großer Baustein zur Finanzierung unserer Renovierungsvorhaben zustande gekommen ist. Das Spendenbarometer ist inzwischen auf 60.000 Euro geklettert.

 

 

Nacht der Offenen Kirche am 18.11.2017

Am Samstag,18. November luden wir wieder zur“ Nacht der offenen Kirche ein“.

Draußen waren die Treppen mit Laternen ab 17 Uhr einladend beleuchtet. Innen erwartete die Besucher gedämpftes Licht und viel Kerzenschein. Jeder konnte in aller Ruhe einen Rundgang durch den Kirchraum vornehmen oder sich in die Bank setzen, der Musik lauschen und die Atmosphäre genießen.

Es gab an mehreren Stellen Stehtische mit Anregungen, Gebete aufzuschreiben und irgendwo anzupinnen oder einzuwerfen. Vor der Kanzel entstand so z.B. eine Wand mit vielen kleinen Dankgebeten. Auf der gegenüberliegenden Seite konnte man Kerzen entzünden. Im hinteren Teil war ein Wagenrad ausgestellt, in das man Steine einlegen konnte als Symbol für Dinge, die uns im Inneren belasten und die wir so gern ablegen möchten. Es gab Sitzgelegenheiten, bei denen man in aufgeschlagenen Bibeln stöbern konnte oder an anderer Stelle eine Vaterunser-Meditation auf einem Laptop betrachten. Halbstündlich gab es kleine Programmeinheiten: Gemeinsames Singen, Meditationen, die auf der großen Leinwand gezeigt wurden – und zweimal eine Abendmahlsfeier.

Einen Plan mit den Zeiten fand man am Eingang und auch schon vorab im Mitteilungsblatt. Wer Bekannte traf, unterhielt sich flüsternd in den Bänken Wer etwas auf dem Herzen hatte, konnte mit Mitarbeitern sprechen oder sich zum gemeinsamen Gebet in eine Ecke zurückziehen.

Am Sonntag im 10-Uhr-Gottesdienst gab es im Anschluss an die Predigt nochmals die Möglichkeit, in einer offenen Phase die Stationen zu besuchen – oder sich vom Bankplatz aus die Meditationen anzusehen, die zu verschiedenen Zeiten am Abend zuvor gezeigt wurden.

Wir freuen uns, dass über den Abend viele Menschen vorbeigeschaut haben. Und wir haben viele positive Rückmeldungen erhalten.

So wird es auch im November 2018 wieder die „Nacht der offenen Kirche“ geben.

Männervesper am 13. Oktober 2017

 

Beim diesjährigen Männervesper hatten wir Paul Schobel, den Begründer der katholischen Betriebsseelsorge in Württemberg, zu Gast. Knapp 25 Männer fanden sich im Gemeindehaus ein, und Paul Schobel, den einige von den SWR-Rundfunkandachten schon kannten, erzählte zu Beginn auf lockere Art aus seinem fast 80jährigen Leben. Danach stärkten sich die Männer zunächst mit Wurstsalat, Brot und Getränken. In seinem anschließenden Vortrag umriss Paul Schobel engagiert und prägnant die derzeitige Situation der Erwerbstätigen in unserem Land. Sein Schwerpunkt lag auf der größer werdenden Anzahl von Arbeitsverhältnissen - derzeit 40% - die jenseits tariflicher Verträge liegen: über Leiharbeit, Werkverträge, Minijobs, befristete Anstellungsverhältnisse und Soloselbständigkeit versuchen diese Menschen mehr schlecht als recht ihren Lebensunterhalt zu finanzieren. Nicht wenige müssen zu einem 100%-Job noch Zuschüsse in Anspruch nehmen, um wenigstens das Hartz-IV-Niveau zu erreichen. Es gelingt den Betroffenen nur zum Teil, bei allem auch noch für die nötigen Versicherungen inkl. Rentenabsicherung aufzukommen. Die Möglichkeiten, Personen außertariflich anzustellen, mögen – so Schobel – in Zeiten hoher Arbeitslosigkeit in Ordnung gewesen sein, um die Leute von der Straße zu holen. Bei der derzeit guten Konjunktur sei es jedoch an der Zeit, dass diese Personen in tarifliche und unbefristete Arbeitsverhältnisse übernommen werden.

So brauchen wir seiner Meinung nach aktuell eine konzertierte Aktion, um die Politik zu bewegen, die erfolgten Arbeitgeberfreiheiten zu Lasten der Arbeitnehmer wieder zu beschränken. Denn wir müssen – nicht nur aus christlicher Sicht – den Betroffenen die Chance geben, aus prekären Arbeitsverhältnissen wieder in gesicherte aufsteigen zu können.

Einem mit Spannung verfolgten Vortrag folgte eine angeregte Diskussion an den Tischen und im Plenum. Bemerkenswert war, dass Männer verschiedenen Alters und beruflicher Stellung miteinander diskutierten –Selbständige, Angestellte und Männer, die schon Erfahrungen mit Erwerbslosigkeit gesammelt haben. Hintergründe zur Arbeit der Betriebsseelsorge finden sich unter https://betriebsseelsorge.drs.de/ und www.kirchebb.de/angebotedienste/betriebsseelsorge/

Schauen Sie sich die Galerie an und lesen Sie mehr zum Thema Männervesper hier.

 

 

 

Orgelkonzert am 08.10.2017

Am Sonntag, 8. Oktober spielten unsere Organistinnen und Organisten Ralf Bühnemann, Siegbert Krüger, Renate Piesbergen und Solveig Wagner ein Benefizkonzert im Rahmen unseres derzeitigen Geldvermehrungsprojekts zugunsten der anstehenden Renovierungsarbeiten in Kirche und Gemeindehaus. Es erklangen Stücke aus ganz unterschiedlichen Epochen von Barock bis Moderne und aus unterschiedlichen Regionen Europas von Österreich bis Norwegen. Den Abschluss bildete ein gelungenes vierhändiges Stück der beiden Organistinnen. Die Musiker wurden am Ende mit großem Applaus bedacht. Für die Renovierungsarbeiten wurden EUR 437,- gespendet. Wir sagen ganz herzlich Dank!

Luther-Musical am 17.09.2017

Den Besuchern der nahezu vollbesetzten Martinskirche wurde am Sonntagnachmittag, 17. September, Erstaunliches geboten. Vor knapp 300 Zuschauern führte eine im Mai gegründete Musical-Projektgruppe ein 90minütiges Stück vor und zog dabei alle Register.

 

Auf Initiative der Erzieherinnen Iris Gfrörer und Martina Böhme des Evang. Kindergartens „Unter dem Regenbogen“ beschäftigten sich die Kindergartenkinder im Reformationsjubiläumsjahr 2017 mit dem Thema „Luther und die Reformation“. Von Da kam den Beiden die Idee, dass sie sich im Rahmen des derzeitigen Geldvermehrungsprojektes vorstellen könnten, ein Musical zu schreiben, zu proben und aufzuführen. In der Kirchengemeinde fand die Idee schnell Unterstützung durch viele freiwillige Akteure und Helfer. Seit Mai 2017 entwickelten die Teammitglieder gemeinsam das Musical „Ein Besuch bei Familie Luther“. Allen Mitwirkenden (Grundschülern, Jugendlichen und Frauen verschiedenen Alters aus der Gemeinde sowie einer Gruppe aus dem Waldenbucher Posaunenchor) machte die gelungene Aufführung augenscheinlich viel Spaß. Sie stellten ihr schauspielerisches und musikalisches Talent mit großer Begeisterung unter Beweis.

 

Die Geschichte von Martin Luther wurde eingerahmt von der wiederkehrenden Szene, wie Luther mit seiner Frau und seinen Kindern beim Abendessen sitzt. Die Kinder fordern ihn im Chor auf „Erzähl uns von Dir“! Und Martin Luther, gespielt vom seitherigen FSJ-ler Kevin Beler, erzählt von sich: angefangen von seiner Schulzeit bis zu seiner Zeit auf der Wartburg, in der er die Bibel ins Deutsche übersetzte – nichts wird ausgelassen. Originell und kurzweilig werden die jeweiligen Lebensabschnitte in Szene gesetzt. Einmal „rappt“ Luther über seine Selbstzweifel, während die Mönche würdevoll singend aus der Kirche ein- und dann wieder ausziehen. Dann wiederum geht es beim Verkauf der Ablassbriefe zu wie auf einem Marktplatz. Die an die Kirchentür angeschlagenen Thesen werden sehr erheiternd auf Schwäbisch erklärt: „Und, haschs kapiert?“. Es war ein herzerfrischender Sonntagnachmittag, danke dafür. Und nein, Frau Gfrörer, wir alle haben unser Kommen nicht bereut!                                                                                  
Astrid Hagen

Ökumenischer Begegnungsabend am 31.03.2017

Es war ein Versuch, und wir können ihn als absolut gelungen bezeichnen: Am Freitag, 31. März, luden wir zu einem Begegnungsabend kath. und evang. Christen aus Steinenbronn ins kath. Gemeindehaus neben der Heilig-Geist-Kirche ein. Das Thema war: sich erinnern, sich versöhnen, gemeinsam weitergehen. Wir saßen im großen Kreis um eine Mitte mit zahlreichen Gegenständen und Bildern, von denen sich jede und jeder eines aus dem Kreis nehmen konnte. Dann gaben wir uns anhand dieses Gegenstandes Anteil an den Erfahrungen mit der je anderen Konfession, die wir in unserem bisherigen Leben gesammelt haben. Es war ein bunter Strauß an Erlebnissen, der an diesem Abend laut geworden ist: positive Begegnungen, aber auch manches Schwierige. Die Teilnehmenden kamen nicht nur aus dem Schwäbischen, sondern auch aus benachbarten Ländern. Und es gab Konversionen hin und her – auch bei Mitgliedern aus unserem Kreis. Aber – auch wenn es in früheren Zeiten teilweise recht schwierig war, sich gegenseitig zu akzeptieren: Es hat sich viel verändert. Und so waren wir auch dankbar für das, was geworden ist. Wir schlossen den Abend mit einem gemeinsamen Gebet in der Gewissheit, dass wir als Christen im Zentralen miteinander verbunden sind.